Das bin ich

Monika Reichard

Ich lebe nun schon Jahre in Spanien und bekomme Hautnah mit, wie wenig die Tiere hier dem Menschen wert sind und das macht mich sehr, sehr traurig und an manchen Tagen habe ich das Gefühl zu verzweifeln, weil es einfach kein Ende nimmt mit den armen Seelchen und der Quälerei.
So gut ich kann, helfe ich den armen kleinen Schätzchen indem ich sie vom Tierarzt abhole, wenn ich einen Anruf von dort bekomme es ist wieder einmal ein Tier abgegeben worden zum einschläfern, weil es eventuell Leishmaniose hat oder eine andere in den Griff zu bekommende Krankheit. Ich die Tiere aufnehme die in Tötungsstationen einen Tötungstermin hätten oder einfach von jemandem gebracht werden, weil es halb verhungert oder sogar verletzt auf der Strasse lag. Manche, vor allem Kätzchen, kommen einfach zu mir und möchten nicht mehr gehen, weil sie hier Futter und ein sicheres Schlafplätzchen haben.
Aber manchmal finde ich selbst auf der Strasse eine arme Seele an der ich natürlich nicht einfach achtlos vorbei gehen kann, sondern einpacke und versorge.

Ich bin zuständig für ALLES, Füttern, liebhaben, Tierarzt fahren, sauber machen, Medikamentengabe, spaziergänge und alles was sonst noch so anfällt. Leider habe ich niemanden der mir dabei helfen kann und ich kann auch niemanden bezahlen, also mache ich alles alleine, überwiegend.